
Vorbeugung - allgemeine Maßnahmen
Exogene Risikofaktoren entscheiden über Protektion, Akzeleration und Geschwindigkeit karzinomatöser Entartung bei genetisch determinierter Adenom-Karzinom-Sequenz. Durch Bekämpfung exogener Risikofaktoren kann eine Inzidenzverminderung um 50% erreicht werden. Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:
- Ausgewogene Ernährung, fleisch- und fettarm (< 20% der Gesamtkalorien)
- Faserreiche Kost (Fasergehalt > 25g / die). Die Erhöhung des Faserstoffgehalts von 15g pro Tag pro Person auf 35g senkt das Risiko um 40% (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Lancet 2003; 361:1496-1501)
- Körperliche Bewegung, Sport
- Abbau von Übergewicht
- Verzicht auf Nikotin (Nitrosamine)
- Limitierung des Alkoholkonsums (< 20 g / die)
Acetylsalicylsäure scheint die Adenomentstehung zu bremsen (Datenlage unsicher, ASS zur Primärprophylaxe nicht empfohlen) - Prävention durch Vitamin A, C, D, E, Kalzium, Folsäure, Selen nicht empfohlen wegen fehlender valider Daten
- Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen:
› ab 50 jährlich Stuhlbluttest,
› ab 55 eine Koloskopie, 10 Jahre später eine Wiederholung
(falls keine auffälligen Befunde bestehen)
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Aktuelles:
Gründung des IDZB zur Verbesserung der Versorgung von betroffenen Patientinnen und Patienten.
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