
Stuhltests zur Vorsorge
Für die Darmkrebsvorsorge stehen verschiedene Stuhltests zur Verfügung. Standard ist unverändert der Peroxidasetest. Folgende Tests stehen zur Verfügung:
- Peroxidasetest:
Nachweis der Peroxidase, positiv ab Blutverlust von > 0,5 ml /die, nicht spezifisch für menschliches Hämoglobin, Sensitivität mäßig (ca. 40%), falsch positive Ergebnisse möglich durch Fleischgenuss, Gemüse (z. B. Brokkoli, Blumenkohl, Rettich), Medikamente (ASS, NSAR, Vitamin C), preiswert.
- Nachweis von Porphyrinen im Stuhl:
Spektrometrischer Nachweis der Fluoreszenz von Porphyrinen, positiv erst ab Blutverlust von > 2 ml /die, aufwendig, nicht spezifisch für menschliches Hämoglobin.
- Nachweis von Calprotectin im Stuhl:
Schlechte Sensitivität, Spezifität mäßig.
- Immunochemische Tests:
Immunochemischer Nachweis menschlichen Bluts (spezifisch), bessere Sensitivität bei schlechterer Spezifität (häufigere Koloskopien erforderlich), relativ teuer, Studiendaten fehlen.
- Immunochemischer Nachweis der Tumor-M2-Pyruvatkinase im Stuhl:
Nachweis der tumorspezifischen dimeren Form der M2-Pyruvatkinase im Stuhl, bessere Sensitivität, größere Vergleichsstudien fehlen.
- Molekulare Stuhltests:
Nachweis der häufigsten Genmutationen bei kolorektalem Karzinom (APC, K-ras, p53-Tumorsupressorgen, BAT-26), Detektion einzelner Mutationen nicht sinnvoll, Multi-Target-Assays erforderlich. Technisch schwierige Diagnostik, Transportzeiten des Materials limitiert, Kosten enorm hoch
($ 800,-), Studien fehlen.
» Download: Übersicht der Stuhltests zur Vorsorge [ PDF 77KB ]
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