Ernährung

Äußere Faktoren entscheiden, ob es zur Tumorentstehung kommt

Die Veranlagung zum Darmkrebs ist zum Teil genetisch festgelegt. Äußere Faktoren entscheiden aber, ob es zur Tumorentstehung kommt.

Durch Bekämpfung von Risikofaktoren können Sie das Risiko für die Entstehung eines Darmkrebses um ca. 50% reduzieren.

Hierzu gehört auch die Ernährung. Allerdings ist es schwierig, den Einfluss bestimmter Nahrungsbestandteile auf das Karzinomrisiko zu untersuchen und zu beurteilen. Es wird vermutet, dass der Einfluss der Ernährung auf die Entstehung von Krebszellen bis zu 30% betragen kann. Die komplexe Zusammensetzung unserer oft industriell hergestellten Fertigprodukte erschwert die Formulierung von Ernährungsempfehlungen.

Folgende Ratschläge kann man geben:

  • Meiden Sie einen westlichen Ernährungsstil. Sicher ist, dass ein westlich geprägter Ernährungsstil das Risiko für die Entstehung von Polypen und Darmkrebs erhöht.

  • Meiden Sie gesättigte Fettsäuren.

  • Essen Sie wenig rotes Fleisch. Ein erhöhter Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch scheint das Karzinomrisiko zu erhöhen.

  • Auf "Fast Food" und zuckerhaltige Getränke sollte nach Möglichkeit verzichtet werden.

  • Es wird empfohlen, weniger gesättigte Fettsäuren und weniger als 30g Fleischwaren pro Tag zu konsumieren.

  • Faserreiche Kost dagegen wirkt schützend. Im Idealfall sollten mindestens 30g/Tag Ballaststoffe aufgenommen werden.

  • Obst und Gemüse wirken über ihre Inhaltsstoffe protektiv, allerdings ist nach vorliegenden Daten wahrscheinlich eine Aufnahme von täglich 600g Obst und Gemüse notwendig.

  • Kalziumreiche Ernährung scheint nützlich zu sein, eine allgemeine Empfehlung kann hier aber bisher nicht gegeben werden. Milchgenuss reduziert das Darmkrebsrisko ebenso wie Knoblauch.

  • Eine Folsäure-reiche Ernährung geht einher mit einem erniedrigten Krebsrisiko.

  • Ein moderater Alkoholkonsum (maximal 20g/Tag für Männer und 10g/Tag für Frauen) hat keine negativen Effekte. Ab einem regelmäßigen Alkoholkonsum von 100g/Tag steigt dagegen das Darmkrebsrisiko um 35%. Kaffee und Tee haben keinen Einfluss auf das Krebsrisiko.

  • Ein vorbeugender Effekt von Mikronährstoffen oder Nahrungsergänzungsmitteln konnte bisher nicht sicher nachgewiesen werden.

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