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Was ist ein Darmzentrum?

Darmzentren sind Einrichtungen, in denen sich verschiedene spezialisierte Versorgungsträger zur medizinischen Betreuung von Patienten mit Darmkrebs zusammengeschlossen haben. Aufgabe sollte die Optimierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Patienten mit Darmkrebs sein. Damit gewinnen Darmzentren, als wichtiger Baustein zur kontinuierlichen Verbesserung der Behandlungsqualität, eine zunehmende Bedeutung. Hierfür ist der Aufbau multimodaler und sektorübergreifender Strukturen in Darmzentren notwendig. Medizinisches Personal im ambulanten und stationären Bereich arbeitet eng zusammen, die Grenzen zwischen Krankenhaus und niedergelassenem Arzt werden zum Teil aufgehoben zwecks besserer Versorgung der Betroffenen. Versorgungspfade, Diagnostik- und Therapiestandards sowie die Kooperation der Kernleistungserbringer müssen definiert werden. Es ist das oberste Ziel, das Behandlungsergebnis zu verbessern, die Überlebenszeit zu verlängern, Heilung zu erreichen und unterstützende Hilfe bei schweren Krankheitsverläufen anzubieten. Von Darmzentren sind dabei die folgenden gesundheitspolitischen Forderungen zu erfüllen:

  • Erfüllung aller Leitlinien, Vorschriften etc.
  • Einführung eines Qualitätsmanagements
  • Zertifizierung


Aufgaben der Darmzentren sind:

  • Versorgung von Patienten mit kolorektalem Karzinom (Darmkrebs) zwecks Verbesserung der ergebnisorientierten Behandlungsabläufe.

  • Optimierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Patienten mit kolorektalem Karzinom.

  • Darmzentren als wichtiger Baustein zur kontinuierlichen Verbesserung der Behandlungsqualität.

  • Aufbau multimodaler und sektorübergreifender Strukturen in Darmzentren.

  • Definition von Versorgungspfaden und Kooperation der Kernleistungserbringer.

Dies kann in krankenhauszentrierten Einrichtungen geschehen. Unter Nutzung der vorhandenen krankenhauseigenen Ressourcen und Strukturen wird ein Versorgungskonzept erstellt, in das zuweisende Ärztinnen und Ärzte sowie andere Einrichtungen aus der ambulanten Versorgung eingebunden werden. Die Anbindung erfolgt in der Regel durch vertragliche Vereinbarungen. Bilden sich in einer Region mehrere derartige krankenhauszentrierte Darmzentren, dann entsteht eine Konkurrenzsituation für die stationären Einrichtungen und die vertraglich angebundenen niedergelassenen Ärzte. Der Patient muss sich für die Versorgung in einem der konkurrierenden Darmzentren entscheiden. Die freie Arztwahl kann dadurch eingeschränkt sein.

Neben krankenhauszentrierten Zentren ist die Gründung von flächendeckenden Zentren eine Alternative, bei der die freie Arztwahl für den Patienten voll erhalten bleibt und durch die Gründung eines gemeinsamen regionalen Netzes die Versorgung in einer ganzen Region verbessert werden kann. Dabei wird als virtuelle Einheit ein Darmzentrum gegründet, dem sektorübergreifend gleichberechtigt alle an der Behandlung von Patienten mit kolorektalem Karzinom beteiligten Leistungserbringer beteiligt sind. Alle stationären und ambulanten Einrichtungen schließen sich zu einer flächendeckenden Partnerschaft zusammen.

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