Versorgung

Versorgung im Integrativen Darmzentrum Bonn / Rhein-Sieg e.V.

Im Integrativen Darmzentrum Bonn / Rhein-Sieg e.V. werden Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs in unterschiedlichsten Einrichtungen ambulant und stationär versorgt. Durch die Beteiligung aller Ärztinnen und Ärzten der beteiligten Fachdisziplinen in der gesamten Region ist eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung bei Erhalt der freien Arztwahl gewährleistet. Inzwischen werden über 4500 Patientinnen und Patienten im IDZB betreut und versorgt.


Wenn bei einer Patientin oder einem Patienten ein Darmkrebs diagnostiziert wird, wird ihm die Versorgung im Darmzentrum angeboten. Für die Erfassung der Patientendaten und die fortlaufende Dokumentation der Behandlung und Versorgung ist das Einverständnis des Betroffenen erforderlich. Der Patient gibt mit seiner schriftlichen Einverständniserklärung die Erlaubnis zur anonymen Erfassung seiner Daten, die - unter Einhaltung aller Vorschriften des Datenschutzes - beim Zentralinstitut der Kassenärztlichen Vereinigung, das hier eine Serviceleistung erbringt, gespeichert werden. Mit einer Kennziffer, die der Patient erhält, kann der nächste Behandler die Daten einsehen und neu erhobene Befunde eintragen. Die Erlaubnis hierzu erteilt ausschließlich der Patient. Diese Online-Dokumentation ermöglicht weiterbehandelnden Ärztinnen oder Ärzten an unterschiedlichen Standorten einen raschen Zugriff auf wichtige Behandlungsdaten und ermöglicht damit eine zeitnahe, qualitätsgesicherte Versorgung. Nach abgeschlossener Diagnostik folgt für den Patienten in der Regel die notwendige chirurgische Therapie im Krankenhaus seiner Wahl. Der weitere Behandlungsfortgang ist vom Operationsergebnis und dem endgültigen Befund des Pathologen abhängig. In einer interdisziplinären Tumorkonferenz wird gemeinsam das weitere Behandlungskonzept festgelegt und dem Patienten vorgeschlagen. Die Diagnostik, operative Therapie und ggf. weitere Behandlung orientiert sich an bestehenden Leitlinien und ist im Qualitätsmanagement gemeinsam festgelegt. Ist eine weitere Behandlung erforderlich, wird in der Regel ein Onkologe oder Strahlentherapeut der Wahl vermittelt. Andere Fachdisziplinen können bei Bedarf ebenfalls eingebunden und vermittelt werden. Bei entsprechender Indikation wird den Betroffenen auch die Teilnahme an neuen Therapieverfahren angeboten, die sich noch in der Erprobung befinden (Studienteilnahme). Auch hier erfolgt flächendeckend eine Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Behandlungsverläufe werden dokumentiert. Ist keine weitere Behandlung erforderlich, wird ein Nachsorgekonzept erstellt, über das der Patient informiert wird. Zur Erleichterung der Versorgung erhält der Patient einen Therapie- und Nachsorgepass. Die Versorgung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den betreuenden Hausärzten, die über die Behandlung informiert und in das Gesamtkonzept eingebunden werden.

Die anonymisierten Daten werden im Darmzentrum ausgewertet, um die Ergebnisqualität und Umsetzung unserer Ziele messen zu können. Dies ist unabdingbare Voraussetzung für eine kontinuierliche Verbesserung der Versorgungssituation. Die freie Arztwahl und die Entscheidung über medizinische Maßnahmen liegt immer beim Patienten und wird durch die Versorgung im Darmzentrum in keiner weise eingeschränkt.

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